Zwei Männern geht ein Licht auf

Hey, wie ist es so bei dir, wenn du nach dem richtigen Weg fragst? Gibt dir Gott gleich eine Antwort? Oder denke mal daran, wie lange wir oft auf eine Antwort auf bestimmte Erlebnisse warten müssen. „Gott warum lässt du dies zu“ „Gott, wieso hast du mir diese Person auf den Weg geschickt, ist das ein Zeichen?“ „Gott, ich weiß nicht, was du mit mir vor hast, gebrauche mich in dieser Welt“… Mir fallen unzählige solcher Fragen ein. Auf einmal kommt die Frage, zum Beispiel durch ein bestimmtes Ereignis, durch eine Predigt oder eine Begegnung, und du willst sie JETZT beantwortet haben.

 Am Sonntag durften wir von meinem Ehemann eine tolle Predigt hören, mit eben  genau diesem Thema. Ich empfehle euch den Bibeltext in Lukas 24, 13 – 34 zu lesen. Es geht um zwei Jünger Jesu, die nach den ganzen Geschehnissen in Jerusalem wieder nach Hause (nach Emmaus) gehen wollen. Natürlich hatten sie nur ein Thema: Die Kreuzigung Jesu und das Verschwinden des Leichnams aus dem Grab. Ihr König, auf den sie alle Hoffnung gesetzt haben, einfach Tod und jetzt auch noch geklaut? Auf dem Weg passiert doch unvorhergesehenes:

 

Es begegnet ihnen ein anderer Pilger, der auch aus Jerusalem kam. Er stellte ihnen eine Frage „Über was unterhaltet ihr euch“. Diese Frage kam bei den Jüngern sicher erstmal seltsam an, denn ALLE redeten davon und es kann eigentlich gar nicht sein, dass es irgendjemand nicht mitbekommen hatte. Also fiel ihre Antwort erstmal knapp aus. Als sie tatsächlich merkten, dass dieser Mann wohl nichts von den Geschehnissen mitbekommen hatte, sprudelte so alles aus ihnen heraus. Doch sie merkten gar nicht, wer da neben ihnen lief, in der Bibel steht auch, dass es so war, als wenn ihnen die Augen zugehalten wurden. Genau so ist es doch oft, man hat einen Schleier vor seinen Augen, kann sie manches einfach nicht erklären oder erkennt einfach nicht den richtigen Weg. Obwohl die Lösung doch so nah wäre und man gar nicht so viel Zeit damit verschwenden sollte, sich Sorgen zu machen, erkennt man sie nicht.

 

Die Bibel ist eine Riessige Gebrauchsanweisung für unser Leben. Wir sollten sie Auch in Gemeinschaft lesen und uns darüber austauschen.

Aber woran erinnert uns diese Begegnung? Denkt mal an Adam und Eva. Sie ließen sich mit dem Bösen ein, obwohl sie von allen Früchten des Gartens essen duften, sie konnten nicht nein sagen zu der Frucht vom „Baum der Erkenntnis“. Sie wollten jetzt sofort alles erkennen und sich alles erklären können. Was dann passiert ist, wissen wir alle. Aber, wir können daraus lernen. Wie in der Einleitung geschrieben, wollen wir am besten sofort eine Antwort von Gott, aber manchmal würde es uns überfordern, wenn wir wirklich die klipp und klare Antwort von Gott bekommen würden. Wie wenn Jesus aufeinmal zu den trauernden und enttäuschten Jünger hingegangen wäre „HI, ihr bin ich“, so erfahren wir auch oft Stück für Stück die Antwort, Teilantworten, Teilwege. Im Nachhinein werden wir merken, dass Gott uns doch die ganze Zeit geführt hat. Wir dürfen darauf vertrauen und geduldig weitergehen. Unsere ganze Zuversicht auf ihn legen, denn er weiß den Weg und weiß, was wir JETZT und was wir SPÄTER erkennen dürfen.

"Obwohl die Lösung doch so nah wäre, erkennt man sie nicht"

Doch der Pilger antwortete ihnen geschickt, er wies sie darauf hin, dass sie wohl das Alte Testament nicht richtig gelesen hatten und die Geschehnisse doch anders sind, als sie sich vorstellen können. Obwohl dort immer wieder die Rede von der Auferstehung ist, waren die Jünger sozusagen blind. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass wir nicht nur alleine die Bibel lesen, sondern in einer Gemeinschaft, im Hauskreis, mit Freundin oder Freund, wir lesen oft von unserer Perspektive und werden für ganz offensichtliches nicht aufmerksam. Natürlich ist das Bibellesen in Zweisamkeit mit Gott unfassbar wichtig, aber dabei sollte es nicht bleiben. Tauscht euch aus über Gelesenes, helft euch gegenseitig. Manchmal ist die Lösung schon in diesem wunderbaren Buch niedergeschrieben. Die Jünger luden den Pilger noch als Übernachtungsgast ein und aßen mit ihm zu Abend. Das finde ich total gastfreundlich, sie haben wohl doch einiges in der Nachfolge mit Jesus gelernt. Als dann der Pilger das Brot nahm, es brach und Gott danke fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen. „Unser Jesus – er ist auferstanden, er lebt!“. Und plötzlich verschwand Jesus. Er hat schließlich zugleich einen himmlischen Körper und kann damit von Ort zu Ort und durch Wände, einfach so J


 

 

Mit dieser Zuversicht, dass Gott es gut macht und dass er da ist, obwohl man nicht die klare Antwort sieht, wünsche ich euch eine gute Woche!