Ach du dickes Ei

Ich habe ja seit über einem Jahr Eier komplett von meinem Speiseplan gestrichen. Heute habe ich eine sehr gute Dokumentation im Ersten gesehen und möchte sie euch ans Herz legen. Es geht um Eier aus verschiedener Haltung – Bio – Freiland – Bodenhaltung. 40 % - 50 % der Eier kommen bereits aus den Niederlanden und eben nicht vom Nachbarn nebenan. „Sie werden kaum ein Ei im Supermarkt finden, was von keiner kranken Legehenne kommt.“. Die Bilder sind schrecklich, die Zustände katastrophal. Doch schaut euch die Doku selbst an und macht euch ein Bild:

Die Dokumentation im Ersten:

Eileid - hier wurde auch teilweise das Material von der Organisation PETA verwendet. Diese Doku ist sehr gut aufgemacht und wirklich zu empfehlen.

Zusätzliches Video auf der Seite von PETA:


5 Tipps, wie du etwas gegen diese Missstände tun kannst:

 

1.      Weniger Fertigprodukte, wie z. B. Kekse, fertige Kuchen, fertige Teilchen, Nudeln mit Ei, Süßzeug vom Bäcker. Hier werden meist Eier aus Bodenhaltung benutzt. Fragt doch einfach bei eurem regionalen Bäcker nach, wo er seine Produkte her bekommt. 

2.       Augen offen halten!

a.       Bei uns in der Nähe gibt es einen mobilen Legehennenanhänger. Er fährt immer wieder auf frische Wiesen, ich sehe häufig die Bäuerin, wie sie den Zaun umsteckt. An ihrem Bauernhof gibt es dann ein kleines Häuschen, in dem man sich die Eier mitnehmen kann.

b.       Oder man schaut sich am Wochenmarkt um, bei uns verkaufen z. B. süße Omis an einem kleinen Tisch ihre Eier.

c.       In der Nachbarschaft umhören, denn das Halten von Hühnern ist teilweise eine echte Modeerscheinung und oft sind sie froh, wenn man ihnen ein paar Eier abnimmt.

3.       Weniger oder gar keine Eier essen! Bei vielen Produkten sind Eier total überflüssig. Pfannkuchen ohne Ei – kein Problem! Kuchen ohne Ei – easy! Schau doch einfach mal bei meinen Rezepten vorbei, dort gibt es ganz viele Ideen ohne Ei! Passend dazu habe ich ein Marillenknödelrezept entwickelt, natürlich ohne Ei.

4.       Absoluter Boykott von Eiern aus dem Supermarkt! Der Konsument entscheidet, wie viele Eier gebraucht werden, wenn es keinen mehr gibt, der dort kauft, wird auch wieder weniger produziert. Die Entwicklung zeigt erschreckenderweise, dass immer mehr Großbetriebe aus dem Boden gestampft werden. Das liegt an dir und mir!

 

5.       Eigene Hühnerhaltung! Damit kenne ich mich zwar nicht aus, dennoch habe ich einige im Bekanntenkreis, die Hühner im Garten haben oder überlegen, ob sie sich welche anschaffen. Infos dazu gibt es im ortsnahen Kleintierzuchtverein.

 

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen motivieren auf Eier aus dem Supermarkt zu verzichten und auf Alternativen zurückzugreifen oder komplett darauf zu verzichten. Und ich weiß, Umstellungen kosten IMMER Zeit und man muss dann noch mehrere Läden anfahren, mehr Geld bezahlen usw. Aber machen wir nicht mit unseren schnellen Konsumentscheidungen die Welt kaputt? Ist es nicht genau das? Essen ist zur Nebensache geworden und andere leiden dann darunter, Menschen und Tiere, die nicht in unserem unmittelbaren Umfeld sind! Ich kann euch nur weiterhin empfehlen, auf den Wochenmarkt zu gehen! Hier habe ich auch schon einen Artikel darüber verfasst.

 

Schützen wir gemeinsam den Planeten!

Kiki