· 

Endlich bedingungslos glücklich

Eigentlich gibt es doch immer etwas zu Meckern. Einmal ist das Wetter zu heiß, dann ist es zu kalt. Mal ist man zu müde, mal zu aufgedreht. Mal geht es einem zu schnell, dann wieder zu langsam. In der immer dunkler und kälter werdenden Jahreszeit haben wir oft diese "Nörgler" im Ohr oder wir kämpfen selbst mit diesen negativen Gedanken. Doch dieser Herbst wird anders! Dieser Herbst wird glücklich - und zwar so richtig. Wie ich das anstelle erzähle ich dir unten! Hast du Lust dabei zu sein?

Kann man sich überhaupt vornehmen glücklich zu sein? Ich sage ja, man kann es nicht erzwingen, aber man kann sich herausfordern und genau das habe ich vor. Denn viel zu oft lasse ich zu, dass mit den äußeren Umständen meine Laune auf und ab geht. Scheint die Sonne, bin ich glücklich. Morgens eine Tasse Kaffee, macht mich glücklich. Aber was passiert, wenn all das wegfällt oder sogar Schlimmeres passiert? Wie geht es dir bei solchen Gedanken?

 

Natürlich heißt glücklich sein nicht, dass man immer mit einem breiten Grinsen herumläuft oder naive Scheuklappen angezogen hat, die einen die Sicht auf die "wahre Welt" verblenden. Aber so eine tiefe Zufriedenheit würde uns doch in so vielen Punkten helfen. Es würde uns helfen mit Stress umzugehen, oder andere Situationen, die nicht schön sind. Es würde uns helfen, die nicht-so-schönen Aufgaben des Alltags zu bewältigen, wir könnten auch andere wieder mehr ermutigen, freundlicher zueinander sein und wieder mehr lieben. Ja, wenn wir selbst mit uns klar kommen, dann strahlt das auch immer auf unsere Außenwelt ab.

 

Doch woran liegt es, dass wir so viel Nörgeln? 

Die Psychologie spricht davon, dass wir als junge Erwachsene erstmal das nachahmen, was wir von unseren Eltern und engsten Bezugspersonen vorgelebt bekommen haben. Wie sind sie mit Stress umgegangen? Wie haben sie Situationen bewältigt? Welche Grundeinstellung haben sie zum Leben? Und erstmal nehmen wir dieses Verhalten an. Und das ist auch gut so, sonst wären wir ja total überfordert. Aber dann sollten wir auch einen Schritt weitergehen und überlegen, was davon wollen wir behalten und was davon wollen wir ändern und anders machen, denn jetzt sind wir erwachsen.

 

Dann kommt die ganze Meckerei auch daher, dass wir oft unser Glück an äußeren Umständen fest machen. Wenn wir uns zum Beispiel etwas wünschen und es dann auch bekommen, hält das Glück darüber oft nur eine Zeit lang an. Danach normalisiert man sich oder hat schon wieder einen neuen Wunsch. Die Werbung trübt unseren Blick, sie gaukelt uns vor, wir werden glücklich, wenn wir dies oder jenes Produkt kaufen. Oder sie verbinden Produkte mit glücklichen Momenten. Für die einen bedeutet Glück die lachende Familie im Garten, für den anderen das schnelle Auto, dass in den Feierabend hineinfährt, auf freier Straße durch die Idylle... usw. Dann kauft man sich dieses Produkt und?  Macht einen das wirklich glücklich?

 

Doch wie geht man vor, wenn man bedingungslos glücklich sein will?

  1. Mach dir bewusst, warum du manchmal nicht glücklich sein kannst!
  2. Ändere, die Dinge, die du ändern kannst. Macht dich zum Beispiel das Chaos in deinem Zimmer unglücklich, dann räume auf! 
  3. Akzeptiere Dinge, die du nicht ändern kannst! Sie gehören zu deinem Leben und Gott hat einen Plan für dein Leben gemacht. Er macht keine Fehler, weil er allmächtig ist. Er sieht schon die Zukunft, die noch verschleiert vor dir liegt und er weiß, was das Beste für dich ist. Du kannst darauf vertrauen und dich auf deine Zukunft freuen. Kennst du Paulus aus der Bibel? Er saß im Gefängnis und trotzdem dankte und lobte er Gott, was für ein Vorbild! Er war sich sicher, dass es einen Grund hat, dass er dort saß und vertraute Gott, dass er damit auch ein Segen für andere sein kann.
  4. Vertraue Gott die Dinge an, die dich unglücklich machen. Er will doch auch, dass es dir gut geht, dass du Freuden im Leben hast und er wird dir zuhören. Ich weiß, manchmal ist es mit der Geduld schwierig, aber ich durfte selbst in meinem Leben erleben, dass er einem zuhört und die Gebete weiter gehen, als bis zur Decke. Ich durfte erleben, wir er Dinge in meinem Leben verändert hat, die mich unglücklich gemacht haben.
  5. Erlaube dir, dass du Tage hast, an denen du fröhlich sein kannst und Tage, an denen du traurig bist. Du darfst diese Gefühle zulassen. Pass aber auf, dass du dabei nicht andere Menschen verletzt oder sie gar sehr mit runterziehst. Geh offen damit um, sag offen, sorry, heute bin ich gestresst, ich brauche jetzt eine halbe Stunde und dann bin ich wieder ansprechbar. Schlimm wird es erst, wenn du dich ganz und gar in dich zurückziehst und nicht mehr aus dieser Negativ-Spirale herauskommst. Ich kenne das. Ich habe mal angefangen immer SUPER STRESSY und SUPER BUSY aus der Arbeit nach Hause zu kommen. Habe alle meine Taschen und selbst meine Jacke fallen lassen, meinen Mann angeraunzt und mich ins Bett verabschiedet. Heute läuft es anders. Am Anfang war das richtig schwer, mich da zu verändern, aber es ist möglich. Heute streife ich meine Laune an der Fußmatte ab und versuche meinen Mann glücklich zu begrüßen. Aber ich erlaube mir auch Tage, an denen ich so freundlich wie möglich sage, dass ich meine Ruhe brauche. Das ist doch normal. 
  6. Genieße den Moment. Warte nicht auf das große Glück, warte nicht darauf, bis du endlich an einem Ziel angekommen bist, sondern freue dich über die kleinen Augenblicke. Ich erwischte mich in letzter Zeit immer wieder, dass wenn ich in der Früh meinen Kaffee trinke, meine Gedanken schon wieder darum kreisen, was ich heute alles noch zu tun habe. Aber ich könnte doch jetzt einfach auch den Kaffee trinken und mich an dem Geschmack und dem Geruch freuen. Oder ich fahre in die Arbeit und denke den ganzen Fahrtweg über das nach, was ich als nächstes mache, wenn ich dort angekommen bin, anstatt mich über die bunten Blätter zu freuen, die ich überall um mich rum sehe. Genauso auch in dieser Jahreszeit: Wir nörgeln, weil es kalt wird, anstatt mal draußen diese Kälte einzuatmen und die frische Luft durch unseren ganzen Körper strömen zu lassen, es ist sooo herrlich! 

Dieser letzte Punkt ist der, an dem ich arbeiten möchte. Ich möchte wieder mehr Augenblicke des Glücks haben und genau diese Augenblicke habe ich schon so oft übersehen. Gott hat in seiner Schöpfung so viele Details erschaffen, die wir nie wahrnehmen werden, wenn wir mit unserer Negativ-Brille durch die Weltgeschichte gehen. Jesus war uns auch ein Vorbild. Er wusste, dass er am Kreuz sterben muss, unendlich schlimme Qualen für uns durchmachen muss, aber: ist er in seiner Zeit immer mit einer verbitterten Miene herumgelaufen? Hat er immer nur rumgejammert? Oder hat er sogar die Menschen in Liebe empfangen, die in später verraten oder verleugnet haben? Hat er sein Leben für all diese Menschen gegeben, denen er vorher begegnet ist? Er hat in diesen Momenten gelebt, die Kinder zu sich gelassen, in Gemeinschaft gegessen und er hat viel Gemeinschaft mit seinem Vater durch das Gebet gehabt.  Also, ich stelle mit Jesus als mega-glücklichen, Freude ausstrahlenden Typen vor. Das ist doch mal das beste Vorbild!

 

Ich wünsche uns, dass wir ins diesem Herbst das Nörgeln lassen und die Augenblicke genießen lernen, denn wir sind Königskinder. Königstöchter und Königssöhne. Wir dürfen von unserem König lernen!

 

Eure Kiki